Wartung

 

 

 

 

Eine der Grundvoraussetzungen für eine einwandfrei funktionierende Flotte ist eine bestens organisierte Technikabteilung. Bereits während der Spezifikation eines neuen Hubschraubers ist die Technik voll eingebunden.
Die Ausrüstung muss dem Flugbetrieb und den nationalen und internationalen Reglements entsprechen. Während der Fertigung gibt es eine permanente Qualitätsprüfung und auch die Abnahme eines neuen Hubschraubers wird federführend von der Technik abgewickelt.
Vor der ersten Inbetriebnahme des Hubschraubers überprüfen die Wartungstechniker ob alle vom Hersteller und den Luftfahrtbehörden vorgeschriebenen Inspektionen durchgeführt worden sind.
Dann erst wird der neue Hubschrauber in das von der Luftfahrtbehörde genehmigte Instandhaltungsprogramm mit allen Wartungsvorschriften von Herstellern und Behörden aufgenommen. Die Umsetzung dieser Regeln wird von der Heliair, dem ÖAMTC-eigenen, nach JAR 145 zugelassenen Wartungsbetrieb durchgeführt.
Mit der Firma Heli Air verfügt die Heli-Ambulance Team über einen eigenen Wartungsbetrieb für seine Hubschrauberflotte.
Der Betrieb arbeitet und ist zugelassen nach der JAR 145 (Joint Aviation Regulation - Europäisches Luftfahrtgesetz).
Alle in der Heli-Ambulance Flotte eingesetzten Hubschrauber-Typen werden von lizenzierten Technikern nach den Angaben des Herstellers und nach den Bestimmungen der Obersten Zivilluftfahrt-Behörde (OZB) gewartet.
Eine externe Qualitätssicherung und die Behörden überprüfen diese Arbeiten periodisch und stichprobenartig.


Jede Woche zum Pickerl

 

Täglich:
Pre-Flight-Check (Vorflugkontrolle durch den Piloten)

Wöchentlich:
Weekly Check
(Lizenzierter Techniker überprüft die Flugklarheit)

Nach 50 Flugstunden:
3-stündige Überprüfung der Systeme

Nach 100 Flugstunden:
4-tägiger Check des gesamten Hubschraubers

Nach 400 Flugstunden:

tiefergehende Systemchecks, Dauer: ca. 8 Tage

Nach 800 Flugstunden:
10-tägige eingehende Kontrolle aller Systeme

Nach 4000 Flugstunden bzw. 10 Jahren:

Grundüberholung - der Hubschrauber ist danach technisch neuwertig, Dauer: ca. 6-8 Wochen

 

 

Lebenslauf für Hubschrauber

Jede auch noch so kleine Reparatur am Hubschrauber muss in einer "Lebenslaufakte" penibel dokumentiert werden. Um diese Aufgaben inklusive Materialbeschaffung durchführen zu können, hat sich die Heliair in die drei Bereiche:
• Logistik
(Ersatzteile, Planung, Dokumentation)
• Chief Engineer mit seiner Wartungscrew
• Technischer Leitung


organisiert, wobei der Technische Leiter der Heliair für das Gesamtprodukt verantwortlich ist. Eine unabhängige Qualitätssicherung überwacht die Arbeitsprozesse.

Neben den planmäßigen Wartungen gibt es selten aber doch auch spontane Gebrechen, die rasch behoben werden müssen.
Die Wartungscrew der Heliair steht der Heli Ambulance Team 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Mittels telefonischer Hotline können die Piloten jederzeit technische Auskunft anfordern und etwaige Störungen melden.
Die Hotline koordiniert die Problemlösung und schickt einen Techniker mit Ersatzteilen an Ort und Stelle. Mit diesem raschen Service ist es möglich, die Standzeiten so kurz wie nötig zu halten.
Einer typenreinen Flotte mit den verlässlichen Fluggeräten EC 135 und der Qualitätsarbeit der Heliairtechniker ist es zu verdanken, dass die Heli Ambulance Team Flotte wirtschaftlich betrieben werden kann.

 

 

 

 

JAR-OPS 3 - mehr Sicherheit:

 

Die rasche Umsetzung der neuen europäischen Sicherheitsstandards ist schon Jahre überfällig.

Die Heli-Ambulance Team begrüßt die nunmehrige Umsetzung der seit nahezu einem Jahrzehnt bestehenden europäischen Richtlinien für die Luftrettung (JAR OPS 3).

Diese Vorschrift sieht die bestmögliche Sicherheit für Crew und Passagiere vor. Unter anderem dürfen nur noch Kategorie A zugelassene Hubschrauber mit entsprechend leistungsstarken Turbinen, die auch beim Ausfall eines Triebwerkes die sichere Fortsetzung der Rettungsaktion gewährleisten, eingesetzt werden.

Bereits Anfang 1990 hat die JAA ( Joint Authorities Aviation), der Zusammenschluss der europäischen Luftfahrtbehörden, verbesserte Sicherheitsbestimmungen für die Luftrettung gefordert.

1998 sollten die Bestimmungen auch in Österreich umgesetzt werden.

Die Heli Ambulance Team - Flugrettung hat reagiert und nur leistungsstarke, hochgebirgstaugliche Hubschrauber angekauft.

Nach zahlreichen Verschiebungen hofft die Heli Ambulance Team, dass der neuerliche Anlauf zur Umsetzung der JAR OPS 3 nun endlich klappt.

Was bringt die JAR OPS 3?

Der wohl wesentlichste Sicherheitsgewinn sind die elektronisch gesteuerten leistungsstarken Turbinen, die verbunden mit einem speziellen An- und Abflugverfahren auch in diesen kritischen Phasen bei Ausfall eines Triebwerkes eine sichere Landung bzw. Rückkehr zum Landeplatz gewährleisten.

Mit ein- oder auch zweiturbinigen Hubschraubern alter Generation ist dies nicht möglich, ein Crash ist unvermeidlich.

Besondere Bedeutung gewinnt dieser Aspekt, denkt man an die vielen Landungen bei und auf Krankenhäusern im dicht verbauten Gebiet.